Matcha Tee, ein essenzieller Bestandteil der japanischen Kultur, wird aus den Schatten-gewachsenen Blättern des Camellia sinensis Strauchs gewonnen. Die Blätter werden zu einem feinen Pulver gemahlen, das für seine gesundheitlichen Vorteile und seine hohe Qualität bekannt ist.
Matcha wird ausschließlich in Japan produziert und benötigt traditionelle Granitsteinmühlen, die etwa eine Stunde mahlen, um 30 Gramm Pulver herzustellen. Dieses feine Pulver enthält 100 Prozent der wertvollen Inhaltsstoffe des grünen Tees.
Ein herausragendes Merkmal von Matcha ist sein hoher Koffeingehalt, der fünfmal so hoch ist wie bei Kaffee. Zudem ist der Gehalt an Aminosäuren durch das Beschattungsverfahren vor der Ernte erhöht, was den Matcha Tee besonders nährstoffreich macht.
Um die Frische des Pulvers zu bewahren, sollte Matcha nach dem Öffnen der Verpackung im Kühlschrank aufbewahrt werden. Die besondere Herstellungsweise und die gesundheitlichen Vorteile machen Matcha zu einem wichtigen Bestandteil der japanischen Teezeremonie und zunehmend auch weltweit immer beliebter.
Was ist Matcha? Ein Überblick
Matcha bedeutet übersetzt „gemahlener Tee“ und stammt ursprünglich aus China, wo er bereits im 6. Jahrhundert als Heilpflanze in buddhistischen Klöstern verwendet wurde. Heutzutage erfreut sich Matcha weltweit großer Beliebtheit und wird wegen seines einzigartigen Geschmacks und seiner gesundheitlichen Vorteile geschätzt.
Ursprung und Bedeutung des Begriffs
Die Matcha Herkunft ist tief in der chinesischen Geschichte verwurzelt, obwohl er heute vor allem mit der japanischen Teekultur assoziiert wird. Der Begriff „Matcha“ leitet sich aus dem Japanischen ab und bedeutet wörtlich „gemahlener Tee“. Als der Tee im 12. Jahrhundert durch buddhistische Mönche nach Japan kam, entwickelte sich dort die einzigartige Art der Zubereitung und zu der heute bekannten Teezeremonie.
Besondere Eigenschaften und Nährstoffe
Matcha ist besonders reich an wertvollen Nährstoffen. Die Matcha Nährwerte umfassen ein breites Spektrum an Vitaminen wie A, B, C und E sowie Antioxidantien wie Catechine und Carotine. Diese Nährstoffe machen Matcha zu einem kraftvollen Antioxidans, das den Körper bei der Abwehr freier Radikale unterstützt und damit das Immunsystem stärkt und die Hautgesundheit fördert.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der hohe Koffeingehalt von Matcha, der etwa 64 mg Koffein pro 2 g Pulver beträgt. Das ist vergleichbar mit dem Koffeingehalt eines Espresso, was Matcha zu einem effektiven natürlichen Wachmacher macht. Zudem verbessert der regelmäßige Konsum von Matcha laut Erfahrungsberichten die Ausdauer und Leistungsfähigkeit vieler Sportler.
Die Nutzen von Matcha lassen sich nicht nur auf die körperliche Gesundheit beschränken. Matcha wird auch häufig in der Lebensmittelindustrie verwendet, um einzigartige Produkte wie Matcha-Eiscreme, Matcha-Schokolade und Matcha-Fertigmischungen zu kreieren. Dies zeigt die Vielseitigkeit dieses grünen Tees sowohl im traditionellen als auch im modernen Kontext.
Die Geschichte von Matcha: Von China nach Japan
Die Matcha Geschichte ist eine faszinierende Reise, die ihren Ursprung im alten China hat und später ihren Weg nach Japan fand. Ursprünglich im 6. Jahrhundert entwickelt, wurde der fein vermahlene Grüne Tee als Pulvertees genossen und fand seinen Platz insbesondere in der Elite und am kaiserlichen Hof.
Entstehung in China
Bereits im 6. Jahrhundert war der Gebrauch von gemahlenem Tee in China weit verbreitet. Die Tang-Dynastie (617-907) brachte die Schule des gesalzenen Pulvertees hervor, gefolgt von der Schule der geschäumten Jade während der Song-Dynastie ab 960 n. Chr., die Wert auf perfekte Schaumkronen legte. In diesen Zeiten entwickelte sich die Zubereitung von Matcha zu einer kunstvollen und spirituellen Praxis.
Verbreitung durch den Buddhismus
Der Zen-Buddhismus spielte eine entscheidende Rolle bei der Verbreitung von Matcha nach Japan. Myōan Eisai, ein buddhistischer Mönch, brachte 1191 die Samen der Camellia Sinensis Pflanze sowie das notwendige Wissen zur Matcha-Herstellung aus China nach Japan. Matcha im Buddhismus wurde als Mittel zur Unterstützung der Meditation genutzt und in zahlreiche Rituale integriert, was zur Ehre und kulturellen Bedeutung von Matcha in der japanischen Gesellschaft beitrug.
Matcha in der modernen Zeit
Die kulturelle Bedeutung von Matcha hat im Laufe der Jahrhunderte zugenommen und sich weiterentwickelt. Im 16. Jahrhundert revolutionierte Sen no Rikyū die japanische Teezeremonie und machte sie für alle Bevölkerungsschichten zugänglich. Dies führte zu einer weiten Verbreitung von Matcha in Japan. In den letzten Jahrzehnten hat Matcha, als gesundes und Lifestyle-Getränk, weltweit an Popularität gewonnen und wird heute sowohl traditionell als auch in modernen Varianten genossen.
Matcha: Traditionelle Japanische Teezeremonie
Die japanische Teezeremonie, auch bekannt als Chanoyu, Sado oder Chado, ist ein tiefes kulturelles Erlebnis, das als „Weg des Tees“ übersetzt wird. Diese Teezeremonie, die mehrere Stunden dauern kann, folgt strengen Regeln und betont vier grundlegende Prinzipien: Harmonie, Hochachtung und Respekt, Reinheit und Stille.
Bedeutung der Teezeremonie
Die Teezeremonie geht weit über das einfache Trinken von Tee hinaus. Sie symbolisiert die japanischen Rituale und ist ein Kunstwerk, das ästhetische und spirituelle Werte vermittelt. Gäste spülen sich vor dem Eintritt in den Teeraum die Hände und den Mund, um sich äußerlich und innerlich zu reinigen. Dies betont die Bedeutung der Reinigung und Erneuerung. Während der Zeremonie dürfen Gespräche geführt werden, jedoch nicht über alltägliche Themen, um die Tiefe der Erfahrung zu bewahren.
Schritte der Zeremonie
Die Teezeremonie beginnt mit dem Erklingen des Gongs, der fünfmal erklingt, bevor die Gäste den Teeraum betreten dürfen. Sie nehmen im Seiza (Fersensitz) oder im klassischen Schneidersitz Platz. Der Gastgeber reinigt die Utensilien sorgfältig und beginnt die Matcha Zubereitung. Jeder Gast dreht die Teeschale vor dem Trinken zweimal im Uhrzeigersinn, trinkt dreimal daraus und reicht sie dann weiter. Die Zeremonie endet mit der Reinigung der Teeschale und der Verbeugung des Teemeisters.
Verwendete Utensilien
Für die japanische Rituale der Teezeremonie werden traditionelle Werkzeuge verwendet, darunter der Chasen (Bambusbesen) und Chawan (Teeschale). Weiße Socken symbolisieren Reinheit und mentale Vorbereitung. Die minimalistische Umgebung des Teeraums, oft nur 4,5 Tatamimatten groß, schafft eine Atmosphäre der Ruhe und Konzentration. Während der Teezeremonie werden auch süße, traditionelle japanische Süßigkeiten, Wagashi genannt, serviert, um die Bitterkeit des Matcha abzurunden.
Gesundheitliche Vorteile von Matcha
Der Konsum von Matcha-Tee bietet zahlreiche gesundheitliche Vorteile, die insbesondere durch die hohen Konzentrationen von Antioxidantien im Matcha hervorgerufen werden. Einer der bemerkenswertesten Antioxidantien im Matcha ist das Epigallocatechingallat (EGCG), welches eine besonders starke Wirkung auf die Vorbeugung chronischer Krankheiten hat. Studien zeigen, dass EGCG das Wachstum von Krebszellen inhibieren kann, insbesondere bei Brust-, Prostata-, Lungen- und Hautkrebs.
Matcha enthält bis zu dreimal mehr Catechine als herkömmlicher grüner Tee, was zur Bekämpfung von oxidativem Stress beiträgt. Diese Catechine verhindern die Oxidation von LDL-Cholesterin, einer Hauptursache für Arteriosklerose. Regelmäßiges Trinken von Matcha kann dazu beitragen, den Cholesterinspiegel und Blutdruck zu senken, was wiederum das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen reduziert.
Weitere gesundheitliche Vorteile von Matcha werden durch den hohen Gehalt an Chlorophyll verstärkt, der durch das spezielle Beschattungsverfahren der Teesträucher entsteht. Chlorophyll unterstützt die entgiftenden Eigenschaften des Tees, was den gesamten Körper positiv beeinflusst. Zusätzlich enthält Matcha essentielle Vitamine und Mineralstoffe wie Vitamin C, Eisen, Kalium und Kalzium, die das Immunsystem stärken und zur antioxidativen Wirkung beitragen.
Matcha kann auch den Metabolismus fördern und die Fettverbrennung während des Trainings steigern. Eine Portion Matcha kann die Fettverbrennung um bis zu 35 % erhöhen. Der Koffeingehalt von etwa 70 mg pro Tasse Matcha sorgt zudem für einen sanften Energieschub ohne die negativen Nebenwirkungen von Kaffee. Gleichzeitig wirkt das enthaltene L-Theanin beruhigend und erhöht die Alpha-Wellen im Gehirn, was zu einer entspannten Konzentration führt.
Zahlreiche Studien haben bewiesen, dass Matcha das Risiko für Herzerkrankungen um bis zu 31% senken kann. Probanden, die 4 Gramm Matcha-Pulver konsumierten, erzielten signifikant bessere Ergebnisse bei kognitiven Tests im Vergleich zu Placebo-Gruppen. Trotz aller gesundheitlichen Vorteile sollte der Konsum von Matcha bei Personen, die empfindlich auf Koffein reagieren, begrenzt werden, um Schlafstörungen zu vermeiden.
Die richtige Zubereitung von Matcha-Tee
Die Zubereitung von Matcha-Tee ist ein wichtiger Teil der traditionellen Matcha Teezeremonie. Damit Matcha Tee seinen vollen Geschmack und seine Nährstoffe entfalten kann, sollten einige grundlegende Schritte befolgt werden.
Notwendige Utensilien und Zutaten
Für die Matcha zubereiten benötigt man folgende Utensilien und Zutaten:
- Matcha-Pulver
- Chasen (Bambusbesen)
- Chawan (Matcha-Schale)
- Chashaku (Bambuslöffel)
- Teesieb und heißes Wasser (etwa 80 Grad Celsius)
Schritte der Zubereitung
- Sieben Sie zunächst 1-2g Matcha Pulver (ca. ein halber Teelöffel oder zwei Bambusspatel) durch ein Teesieb, um Klumpen zu vermeiden.
- Geben Sie das gesiebte Pulver in die Schale (Chawan).
- Erhitzen Sie Wasser auf etwa 75-80 Grad Celsius und geben Sie 75-100ml davon in die Schale.
- Verwenden Sie den Chasen, um das Matcha-Pulver etwa eine Minute lang kräftig zu verquirlen, bis ein feiner Schaum entsteht.
- Genießen Sie den fertigen Matcha Tee direkt aus der Schale.
Tipps für den perfekten Matcha
Um das beste Ergebnis zu erzielen und die Matcha Rezepte zu perfektionieren, sind einige Tipps und Tricks hilfreich:
- Verwenden Sie für die Zubereitung eines intensiveren Koicha-Tees etwa 4g Matcha Pulver und eine geringere Wassermenge.
- Stellen Sie sicher, dass das Wasser nicht kocht, um den Geschmack und die Nährstoffe des Matcha-Pulvers zu bewahren.
- Bewahren Sie Matcha in vakuumverpackten Dosen oder Tüten im Kühlschrank auf, um die Frische zu erhalten.
- Reinigen Sie den Chasen nur mit Wasser und vermeiden Sie Spülmittel, um die Langlebigkeit zu gewährleisten.
- Für zusätzliche Feinheit kann ein Matcha-Sieb verwendet werden.
Matcha-Varianten und ihre Unterschiede
Matcha Tee wird in verschiedenen Varianten angeboten: Pur, mit Milch, als Eiscreme oder Cheesecake, gemischt mit Espresso und mit Tonicwasser. Jede dieser Varianten bietet ein einzigartiges Geschmackserlebnis, das von der traditionellen Zubereitung bis hin zu modernen Interpretationen reicht.
Usucha (Dünner Tee)
Usucha, auch als dünner Tee bekannt, wird mit mehr Wasser und weniger Matcha zubereitet. Diese Zubereitungsmethode ergibt einen leichteren Geschmack, ideal für diejenigen, die das sanfte Aroma des Matchas genießen möchten. Usucha wird oft in alltäglichen Situationen serviert und ist weniger intensiv als Koicha. Die leuchtend grüne Farbe und die süßlich-aromatischen Noten des hochwertigen Matchas kommen hier besonders gut zur Geltung.
Koicha (Starker Tee)
Im Gegensatz dazu steht Koicha, der starke Tee. Diese Variante wird mit mehr Matcha und weniger Wasser zubereitet, was zu einer dickeren, intensiveren Konsistenz führt. Koicha ist vor allem in der Teezeremonie für Ehrengäste bedeutend und wird besonders zelebriert. Der Geschmack ist sehr intensiv und aromatisch, wodurch die edelbitteren und cremigen Noten des Matchas hervorgehoben werden. Es handelt sich hierbei um die höchste Qualität des Tees, oft als Ceremonial Matcha bezeichnet.
Matcha Latte und andere Getränke
In der modernen Welt haben sich zahlreiche kreative Matcha Getränke etabliert. Besonders beliebt ist der Matcha Latte, bei dem Matcha mit Milch statt Wasser aufgeschlagen und oft süßlich verfeinert wird. Diese Variante ist ideal für diejenigen, die nach einem sanfteren Einstieg in den Matcha-Genuss suchen. Darüber hinaus gibt es innovative Kreationen wie den „Dirty Matcha“, der Matcha mit Espresso kombiniert, oder Matcha Tonic, eine erfrischende Mischung aus Matcha und Tonicwasser. Solche modernen Interpretationen zeigen die Vielseitigkeit des grünen Pulvers und machen es für ein breites Publikum attraktiv.
Matcha in der kulinarischen Verwendung
Matcha hat sich in den letzten Jahren als vielseitiges kulinarisches Element etabliert. Seine Verwendung ist nicht mehr nur auf die traditionelle Teezeremonie beschränkt, sondern erstreckt sich auf eine Vielzahl von Rezepten und Gerichten. In der Küche finden sich zahlreiche leckere Matcha Rezepte, die das besondere Aroma und die leuchtend grüne Farbe dieses einzigartigen Tees nutzen.
Matcha in Süßspeisen
In der Welt der Desserts hat Matcha einen festen Platz gefunden. Beliebte kulinarische Verwendungen von Matcha sind Eiscreme, Macarons und Kuchen. Die Kombination von Matcha mit süßen Zutaten schafft ein harmonisches Gleichgewicht zwischen herbem und süßem Geschmack. Auch in Getränken wie Matcha-Latte und Smoothies wird Matcha zu einer beliebten Zutat, die sowohl Geschmack als auch Gesundheitsvorteile bietet.
Herzhafte Gerichte mit Matcha
Weniger bekannt, aber genauso schmackhaft, ist die Verwendung von Matcha in herzhaften Gerichten. Matcha in der Küche kann vielfältig eingesetzt werden, um Gerichten nicht nur Farbe, sondern auch einen einzigartigen Geschmack zu verleihen. Er kann beispielsweise zur Zubereitung von Nudeln, Risottos oder sogar Fleischgerichten verwendet werden. Sein leicht bitterer Geschmack passt hervorragend zu herzhaften Zutaten und eröffnet neue kulinarische Möglichkeiten.
Innovative Rezepte mit Matcha
Die moderne Küche experimentiert ständig mit neuen Matcha Rezepten. Innovative Chefköche entwickeln Rezepte, bei denen Matcha auf unkonventionelle Weise verwendet wird. Von Matcha-Salz für Fischgerichte bis hin zu Matcha-Dips für Gemüse – die Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt. Kulinarische Verwendungen von Matcha bieten Köchen die Gelegenheit, ihre Kreativität auszuleben und ihren Gerichten eine besondere Note zu verleihen.
Matcha-Produktion: Vom Anbau bis zum Pulver
Die Matcha Herstellung ist ein komplexer und sorgfältiger Prozess, der mit dem Matcha Anbau beginnt. Echter Matcha wird aus der seltenen Grünteesorte Tencha hergestellt, die in Europa schwer zu erwerben ist. Bei der Matcha Produktion durchläuft der Tee mehrere entscheidende Schritte, beginnend mit der Beschattung der Teesträucher.
Beschattung der Teesträucher
Die Teesträucher werden drei bis vier Wochen vor der Erntezeit beschattet, ein entscheidender Schritt in der Matcha Herstellung. Der Schatten reduziert die Sonneneinstrahlung um etwa 95 Prozent und fördert die Bildung von Chlorophyll, was zu der charakteristisch leuchtend grünen Farbe und dem typischen Geschmack führt. Diese Praxis hemmt auch die Entwicklung bitterer Gerbstoffe und verlängert die Wachstumsperiode der Blätter um zwei Monate, was sie von anderen Teesorten unterscheidet.
Ernte und Verarbeitung
Während der Ernte werden ausschließlich die obersten zwei Blätter und die dazwischenliegende Knospe geerntet. Die erste Ernteperiode für hochwertigen Matcha findet im Mai statt. Nach der Ernte werden die Blätter innerhalb von 24 Stunden gedämpft, um eine Oxidation zu verhindern. Die Dämpfung dauert etwa 30 bis 40 Sekunden und stellt sicher, dass die Blätter ihre lebhafte grüne Farbe und ihren frischen Geschmack behalten. Nach der Dämpfung werden die Blätter getrocknet, wobei spezielle Heißluftgebläse und ein Backsteinofen verwendet werden, bis der Feuchtigkeitsgehalt auf unter fünf Prozent sinkt.
Vermahlung zu feinem Pulver
Im Verarbeitungsprozess der Matcha Herstellung werden nur das Blattfleisch, also der weichste Teil des Blattes, verwendet. Stiele, Blattrippen und Stängel werden entfernt. Die trockenen Tencha-Blätter werden dann in steinernen Mühlen zu feinem Pulver vermahlen. Dieser Schritt erfordert viel Zeit und Präzision: Für die Herstellung von 30 Gramm Matcha-Pulver müssen die Blätter eine Stunde lang gemahlen werden. Die Steinmühlen erzeugen dabei eine Partikelgröße von etwa fünf bis zehn Mikrometern, sodass das produzierte Pulver eine unglaublich feine Textur erhält. Nach der Pulverisierung verliert der Tee schnell an Geschmack, weshalb die Mahlung bei Bedarf erfolgt und das Pulver unter Stickstoffatmosphäre vakuumverpackt wird, um Oxidation und den Verlust von Farbe und Aroma zu verhindern.
Qualitätsunterschiede und Lagerung von Matcha
Die Matcha Qualität variiert stark, abhängig von der Herstellung und dem Anbaugebiet. Hochwertiger Matcha zeichnet sich durch eine leuchtend grüne Farbe und einen süßlichen, umami-reichen Geschmack aus, während Matcha niedriger Qualität oft blasser und bitterer im Geschmack ist.
Hochwertiger vs. Standard-Matcha
Besonders feine Sorten stammen aus renommierten Anbaugebieten wie Uji und Nishio in Japan. Diese Gebiete sind bekannt für ihre traditionellen Anbaumethoden. Teesträucher werden dort vier Wochen vor der Ernte beschattet, um den Gehalt an Chlorophyll und Aminosäuren zu erhöhen. Das für hochwertigen Matcha verwendete Pulver wird äußerst fein gemahlen, was den Geschmack und die Aromen verfeinert. Standard-Matcha hingegen kann rauer gemahlen sein und einen weniger intensiven Geschmack haben.
Ein Verlust der leuchtend grünen Farbe oder das Auftreten eines bitteren Geschmacks können Anzeichen dafür sein, dass der Matcha von geringerer Qualität ist oder nicht optimal gelagert wurde.
Ideale Lagerung für maximale Frische
Die Lagerung von Matcha ist entscheidend für die Matcha Frische. Matcha sollte immer kühl und dunkel gelagert werden, um seine Qualität zu bewahren. Ungeöffnete Dosen sind bis zu einem Jahr haltbar, sofern sie richtig aufbewahrt werden. Nach dem Öffnen sollte Matcha innerhalb von zwei bis drei Monaten verbraucht werden.
Verwenden Sie luftdichte Behälter und vermeiden Sie den Kontakt mit Licht und Sauerstoff, um Oxidation zu verhindern, die Vitamine abbauen und den Geschmack beeinträchtigen kann. Idealerweise sollte der frische Matcha im Kühlschrank oder Gefrierschrank aufbewahrt werden. Dabei ist jedoch zu beachten, dass der Behälter absolut luftdicht verschlossen ist, damit keine Feuchtigkeit eindringen kann.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Verwendung von kleineren Verpackungseinheiten, um die Frische zu erhalten. Große Verpackungen wie 100g sollten möglichst schnell verbraucht werden, da die Qualität sonst schnell abnimmt. Frischer Matcha sollte eine leuchtend grüne Farbe und einen süßlichen, grasigen Geruch haben. Verlieren Farbe und Geruch ihre Intensität, gilt es, den Matcha so bald wie möglich zu konsumieren.
Matcha als Kaffeeersatz: Eine gesunde Alternative
Matcha wird zunehmend als Matcha Kaffeeersatz geschätzt. Während Kaffee über 800 Aromastoffe enthält, bietet Matcha einen ausgewogeneren und langanhaltenden Energieboost. Dies liegt vor allem an der einzigartigen Kombination von Koffein und L-Theanin, die für eine entspannte Wachheit sorgt. Der Koffeingehalt in einer Schale Matcha-Tee entspricht in etwa dem eines Espressos, jedoch wirkt das Koffein im Matcha langsamer und länger als die oft zackige Wirkung von Kaffee.
Durch die hohe Menge an L-Theanin in Matcha wird die Wirkung des Koffeins abgemildert, was zu einer stabileren Energieversorgung ohne die bekannten ‚Kaffeeabstürze‘ führt. Darüber hinaus hat Matcha eine beträchtliche antioxidative Kapazität, die durch seinen hohen ORAC-Wert belegt wird.
Der durchschnittliche Kaffeekonsum pro Deutscher beträgt 166 Liter pro Jahr, dabei kann eine tägliche Tasse Koffeinentzugserscheinungen hervorrufen. Bei Frauen kann die Wirkung von Koffein bis zu doppelt so lange anhalten wie bei Männern. Daher suchen viele nach gesunde Kaffeealternativen, die weniger belastend für den Körper sind.
Matcha, das seit dem 16. Jahrhundert in Japan konsumiert wird, enthält eine hohe Konzentration an Antioxidantien, insbesondere Catechin (EGCG), sowie die Vitamine A, B, C und E. Durch seine Produktion aus voll beschatteten Teeblättern, die mehr Chlorophyll enthalten, bietet Matcha zusätzlich wertvolle Mineralien und Vitamine, die sich positiv auf die Gesundheit auswirken.
Matcha im Einzelhandel und im Online-Shop
Beim Matcha Kauf sollten verschiedene Aspekte berücksichtigt werden, um die beste Qualität zu erhalten. Besonders wichtig sind die Herkunftsbezeichnung, die Farbintensität und die Feinheit des Pulvers. Matcha-Tee wird aus voll beschatteten Teeblättern hergestellt, die mindestens vier Wochen vor der Ernte unter lichtundurchlässigen Netzen wachsen. Die Hauptanbaugebiete für hochwertigen Matcha finden sich in Japan in den Präfekturen Fukuoka, Kyoto und Aichi. Ein weiteres Qualitätsmerkmal ist der Vermahlungsprozess: Hochwertiges Matcha-Pulver wird in speziellen Granitmühlen zu feinem Pulver verarbeitet.
Worauf beim Kauf achten?
Im Rahmen des Matcha Kaufs, sei es im Einzelhandel oder im Online-Shop, spielen Bewertungen und Kundenrezensionen eine große Rolle. Beim Online-Kauf bieten detaillierte Produktbeschreibungen und Bewertungen hilfreiche Informationen zur Qualität. Achten Sie darauf, dass der Matcha kühl, trocken und gut verschlossen gelagert wird, da er durch Sauerstoff schnell an Qualität verliert. Auch der Preis ist ein Indikator: Premium-Matcha ist deutlich teurer als Kochmatcha, welcher häufig für Speisen und Getränke verwendet wird.
Empfohlene Marken und Produkte
Zu den empfohlenen Marken gehören unter anderem NaturaleBio, die für ihre hochwertigen Matcha-Produkte aus Japan bekannt sind. Ebenfalls erwähnenswert ist Matchashop, der seit 2011 originalen japanischen Matcha und Zubehör anbietet. Matchashop bietet über 100 Sorten an originalem japanischen Matcha sowie etwa 100 Sorten erlesener japanischer Grüntees an, viele davon aus kontrolliertem biologischem Anbau. Kunden profitieren hier von detaillierten Produktbeschreibungen und Bewertungen sowie einem hervorragenden Kundenservice, der auch eine telefonische Hotline umfasst. Ein weiteres renommiertes Unternehmen ist TeeGschwendner, das mit 126 Fachgeschäften deutschlandweit vertreten ist und eine breite Palette an losen Tees, einschließlich Matcha, anbietet.